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Sandro
Beiträge: 51 | Zuletzt Online: 09.06.2017
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    • Sandro hat einen neuen Beitrag "Australian Open 2017" geschrieben. 29.01.2017

      Federer hat das Match gegen Nadal und damit die Australian Open verdient gewonnen. Es war allerdings kein hochklassiges Finale, nur der 5. Satz war stark und sehr spannend. In den ersten 4 Sätzen gab es ein einziges Auf und Ab. Nadal kam mir teilweise wie ein Statist mit stumpfen Waffen vor, sicherlich bedingt durch den schnellen Platz + seiner Müdigkeit. Nadal hat nur reagiert, Federer agiert. Der Schweizer hat brillante Punkte gemacht (vor allem mit der Rückhand), aber auch unerklärliche Fehler/Aussetzer/Patzer gehabt (2. Satz). Erst im 4. Satz wurde das Match langsam besser, ehe es im 5.Satz zum Höhepunkt kam. Hier sah alles wie immer aus, wenn Federer gegen Nadal spielt, er schien es mental einfach wieder nicht zu packen, ehe ihm überraschend ein Comeback gelang. Von 1:3 auf 6:3 und diese ganzen extrem engen Games zum Schluss gewonnen, unglaublich. Respekt für Federer.

      Aber:

      Nun ist auch mal wieder gut mit diesem unsäglichen Federer-Hype. Federer, Federer, Federer, es reicht jetzt auch mal wieder. Jemanden (einem Multimillionär), der schon alles (gewonnen) hat, immer und immer wieder alles zu gönnen, ist doch absurd. Er wird von der ATP, den Sponsoren (einige ATP-Sponsoren sponsern auch Federer), den Organisatoren, den Fans und den (Massen-) Medien hofiert und unterstützt, dass es echt nicht mehr normal ist. Bitte mal wieder zur Realität und zur Fairness zurückfinden:

      1. Federer war nicht schwerverletzt, er lag auch nicht auf der Intensivstation, so wie die Medien und Fans austun, um den Federer-Mythos noch mehr zu befeuern. Er hat ein halbes Jahr Pause gemacht, hat trainiert, hätte auch spielen können und ist jetzt halt wieder da. Nicht mehr und nicht weniger.

      2. Dass ausgerechnet Federer, an 17 gesetzt, als einziger Spieler in den ersten beiden Runden nur gegen Qualifikanten spielen muss, kann man noch Zufall nennen, dass er als Einziger aber nur eine Day-Session (in der er große Probleme hatte) spielen brauchte, nicht. Da wurde er (mal wieder) klar bevorteilt. Auch, dass der Belag dieses Jahr plötzlich wieder schneller ist, spielt ihm in die Karten.

      3. Bei diesem Turnier kam echt alles zusammen. Neben den erwähnten Vorteilen für Fedex waren auch seinen weiteren Gegner wie "gemalt" für ihn. Ein Berdych, der seit Jahren gegen die Top 4 (mental) versagt, ein ca. 10 Jahre jüngerer Nishikori, bei dem man trotzdem darauf wetten kann, dass er irgendwann schlappmacht, auch gegen einen 35-jährigen Federer. Dann Mischa Zverev, dem weltweit wohl größten Federer-Fan und so "bückend" hat er auch gespielt. Danach Stan, der jeden auf der Welt mit seinem Spiel abschießen kann, auch Federer, nur bekommt er es gegen seinen großen Landsmann einfach (fast) nie auf die Reihe und versagt mental wie Berdych. Hätte als Krönung nur noch "Baby-Federer" Dimitrov im Finale gefehlt. Dann wäre Federer über Freunde, Fans, Landsmänner, Choker und Qualifikanten zum Titel gekommen. Das wäre der "Peak der Weak Era" gewesen, genauso wie es Federer früher immer gewohnt war. Zum Glück spielte er gegen seinen Angstgegner Nadal, besiegte ihn auf dramatische Weise und so ist der Titel dann auch verdient, wobei Federer auch mit dem einen Tag mehr Pause Glück hatte.

      4. Federer mit mehreren taktischen Auszeiten (MTO's) und Behandlungen im HF und F, komisch nur, dass von Verletzungen auf dem Platz nichts zu sehen war. Er wirkte weitaus frischer wie Nadal und gewann die ganzen langen Ballwechsel im letzten Satz. Er wollte nur Nadals Rhythmus brechen. Aber wehe Nadal oder Djokovic machen das...bei Federer ist es natürlich in Ordnung...

      5. Federer mit lauten "Komm jetzt" Anfeuerungen bei Fehlern des Gegners, aber wehe Nadal macht das. Auch die Fans, die die Fehler von Federers Gegnern frenetisch abfeiern, müssen langsam mal gestoppt werden. Im Finale gegen Nadal ging es noch, aber spätestens im 5. Satz war es auch hier mit der Fairness vorbei. Immer nur Federer, Federer, Federer. Immer noch mehr. Und noch mehr. Und "ich würde ihn ja noch einen Titel gönnen" und noch einen, immer noch einen... Die, die schon alles haben, sollen immer noch mehr bekommen, ein großes Problem auf dieser Welt. Warum nicht mal einen toll spielenden Dimitrov unterstützen oder jemand anderes, der auch mal nur einen einzigen! Titel verdient hätte. Nein, immer nur Federer, Federer, Federer...am liebsten würden Fans und Medien die Gegner vom Platz schreien, buhen oder schreiben, nur damit Federer wieder und wieder gewinnt. Federer zu unterstützen ist das Eine, aber seine Gegner fertigzumachen, ist einfach unfair.

      6. Federer als 35-jähriger mit 3 Fünfsatzmatches im Turnier, die deutlich jüngeren Gegner machen schlapp, aber klar, Nadal war immer der Doper...laut den Federer-Fans.

      7. Es gibt keinen GOAT, das ist respektlos gegenüber anderen Legenden und Zeiten. Federer ist der Erfolgreichste, kein Zweifel, aber einen besten aller Zeiten gibt es einfach nicht. Das kann man nicht vergleichen.

      So, tat gut, den Frust mal rauszulassen.

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Filmbilanz 4/2017" geschrieben. 22.01.2017

      Film 4/2017 am 11.01.2017: Passengers 3D (2016) im Kino (Besuch 3/2017)

      6 Besucher am Nachmittag an einem abermals verschneiten und stürmischen Tag

      Der Film ist in meinen Augen gewiss kein Meisterwerk, aber ich würde jetzt nicht sagen, dass er schlechter als Gravity, der Marsianer oder Interstellar ist (die ich alle für gut, aber leicht überschätzt halte). Passengers ist keine Kinder-Krawall-Science Fiction ala Star Wars, sondern mehr erwachsen, ruhig, kammerspielartig durch die wenigen Darsteller und die Größe des Raumschiffs. Ich weiß nicht, ob es unbedingt am 3D lag, aber die Bilder des Films waren atemberaubend, ganz toll. Das Design des Raumschiffs, die ganzen Sets, die Technik - echt super. Die Szene, als die Schwerkraft nachlässt, war äußert spektakulär.

      Sehr offensichtlich wurden die beiden gutaussehenden Hauptdarsteller in Szene gesetzt, ihre Reize betont, ich denke, dass sowohl Männlein als auch Weiblein auf ihre Kosten kommen.



      Etwas mehr hätte man natürlich schon erfahren können, warum die beiden Figuren die Erde verlassen haben und somit ihre Familien/Freunde niemals wiedersehen werden. Auch war der Film ein Stück weit vorhersehbar, aber ansonsten bin ich zufrieden gewesen, es war unterhaltsam. Und am Ende steppt dann ja auch der Bär, für alle, die sich bis dahin mehr Action gewünscht hätten.

      Bewertung: 7,5/10

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Filmbilanz 3/2017" geschrieben. 21.01.2017

      Film 3/2017 am 04.01.2017: Nocturnal Animals (2016) im Kino (Besuch 2/2017)

      Nur 5 Besucher am Abend...

      Starkes Thrillerdrama, dessen Ende man verschiedenartig interpretieren kann. Die stylischen Bilder in Verbindung mit der Musik waren klasse. Amy Adams, Jake Gyllenhaal, Michael Shannon und Aaron Taylor-Johnson mit hervorragenden Leistungen. Auch viele bekannte Namen in den kleinsten Nebenrollen. Die Romanhandlung im Film fand ich sehr intensiv und atmosphärisch, besonders die Szene auf dem Highway. Insgesamt aber vielleicht ein wenig verspielt das Ganze, da man zum Schluss in der realen Handlung irgendwie auf einen Clou wartet.




      Bewertung: 8/10

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Filmbilanz 2/2017" geschrieben. 21.01.2017

      Film 2/2017 am 04.01.2017: Vaiana - Das Paradies hat einen Haken 3D (2016) im Kino (Besuch 1/2017)

      13 Besucher im Film (draußen hatte es geschneit und gestürmt)

      Tolle Bilder und Farben, wunderschöne Insel, 3D aber wie so oft ohne Mehrwert. Vaiana und ihre Mutter wurden echt hübsch animiert. Die typischen Disney-Songs sind Geschmackssache, einige wie z.B. "Voll gerne" fand ich top, andere haben mich eher genervt bzw. aus der Geschichte gerissen (ähnlich wie bei der Eiskönigin). Vaiana und Maui waren ein gutes Gespann, besonders der Einfall mit den lebendigen Tattoos hat mir gefallen. Schöner Film. Interessant ist so ein bißchen die Botschaft, die der Film vermittelt, wie bei den japanischen Animes wie z.B. Prinzessin Mononoke, dass man im Einklang mit der Natur leben soll. Clever ist der deutsche Untertitel gewählt, das wird einem erst nach dem Film so richtig klar...



      Bewertung: 7/10

    • Sandro hat das Thema "Filmbilanz 2017 (6 Filme)" erstellt. 21.01.2017

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Filmbilanz 1/2017" geschrieben. 21.01.2017

      Film 1/2017 am 03.01.2017: Star Wars - Das Erwachen der Macht (2015) auf DVD

      Was für eine Enttäuschung, was für ein durchschnittlicher Film. Da hatte ich gerade Ende letzten Jahres meinen Frieden mit der Original-Trilogie gemacht (hier nachzulesen) und dann so etwas. Schockierend, dass dafür Millionen Menschen ins Kino gerannt sind, allein 9 Millionen in Deutschland. Dabei gibt es doch so viel bessere Filme, unfassbar.

      Daisy Ridley ist der neue Mark Hamill und ansonsten fühlt sich der Film wie eine 1:1 Kopie des ersten Star Wars Films von 1977 an, eine regelrechte Recyclingmaschine ohne Inspiration. Diesen Film hätte man nicht gebraucht, genausowenig wie das Remake von Psycho 1998. Aber erzähl das mal einer den Star Wars-Jüngern, den man offenbar alles (überteuert) verkaufen kann. Als dieser Darth Vader für Arme auftaucht, musste ich echt mit den Augen rollen, ernsthaft? Zahlreiche Szenen und Elemente wurden exakt kopiert, nur halt jetzt ne Frau als Hauptdarstellerin (wie ihre Vorgängerinnen Fisher und Portman hübsch und dunkelhaarig, wie übrigens auch Felicity Jones) und dazu ein Quotenschwarzer. Nicht zu fassen.



      Was mich außerdem genervt hat, dass alle 10 Minuten wild und sinnlos herumgeballert wurde oder irgendetwas explodieren musste, das hat man anscheinend an die heutige Mainstream-Seh-Generation angepasst. Teilweise war der Film unterhaltsam, was ihn vor einer kompletten Katastrophe bewahrt. Daisy Ridley fand ich zunächst blass, im Laufe des Films gefiel sie mir aber immer besser (schauspielerisch) und im Endeffekt ist sie das Einzig wirklich Positive von "The Force Awakens". Was so ein toller Schauspieler wie Oscar Isaac in so einem oberflächlichen Machwerk verloren hat, frage ich mich allerdings auch.

      Die Han Solo Nummer war die einzige Überraschung des Films, Harrison Ford ist aber echt unglaublich alt geworden. Wie ich Star Wars aber kenne, würde mich nicht wundern, wenn Han Solo im nächsten Film den Gandalf macht. Die Story ist sowieso Banane, gestelzte Dialoge, ach so lustige Droiden mit geheimen Nachrichten, ein noch viel größerer Todesstern (natürlich), noch finsterere Gestalten inklusive Darth Vader für Arme, das ewige Gerangel um diese bescheuerte Macht, seichte Familienbande und fertig ist "Das Erwachen der Macht". Nuff said.

      Bewertung: 5/10

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Zuletzt gesehen #2 - The Visit" geschrieben. 24.11.2016

      ...und die wurde vollauf genutzt. Ich fand diese Horrorkomödie absolut gelungen. Kurz zur Handlung: Zwei Teenager (Bruder und Schwester) besuchen zum ersten Mal in ihrem Leben ihre Großeltern. Immer dabei haben die beiden eine Kamera, denn sie wollen eine Doku über den Besuch drehen, vor allem für ihre Mutter, denn die hatte sich vor Jahren mit ihren Eltern zerstritten. Doch die beiden Kinder merken recht schnell, dass Oma und Opa etwas schräg drauf sind, besonders nach 21:30 Uhr...



      Ich kann "The Visit" nur empfehlen. Es ist gewiss kein Juwel der Filmgeschichte, dennoch ist es ein Film, in dem mehr steckt als man auf den ersten Blick erkennen kann. Es ist echt stark, wie viele Anspielungen Shyamalan in die knapp 90 Minuten gepackt hat, auch zu seinem eigenen Schaffen und der Promiwelt. Gegen Kritiker teilt er ebenfalls aus. Herrlich. Ich habe mich köstlich unterhalten. Der Film zeigt Grusel der alten Schule, also kein Blutrausch der heutigen Zeit. Es gab ein paar Schockmomente, die saßen und viele wiederkehrende amüsant-fiese Szenen wie "Machst du bitte den Ofen sauber? Klettere ruhig ganz tief rein. Ganz nach hinten." Wer hat da nicht an Hänsel und Gretel gedacht?

      Die beiden jugendlichen Darsteller waren klasse und haben prächtig harmoniert. Sie hat so eine gewisse Emotionalität/Verletzlichkeit in den Film gebracht und er war für die Komik zuständig, auch für die unfreiwillige (z.B. die Rapeinlagen), die aber sicherlich so beabsichtigt war. Immer wieder erstaunlich, wo Shyamalan diese tollen jungen Darsteller auftreibt, er scheint dafür ein Händchen zu haben. Oma und Opa überzeugten genauso, sie waren furchteinflößend und mehr als skurril.



      Da der Film im Doku-Style gehalten ist, gibt es natürlich eine ständige Wackelkamera, was mich aber nicht gestört hat, weil es hier dazugehört. Auch einen Twist, für den der Regisseur berühmt-berüchtigt ist, gibt es und er funktioniert abermals. Besonders gelungen, dass man auf keine übernatürliche Erklärung zurückgreifen muss. Natürlich kann man sich am Ende ein paar Fragen stellen, z.B. warum die beiden Kinder das Ganze nicht schon viel früher ernst genommen haben. Die Ausreden der Alten waren allerdings auch nicht von schlechten Eltern.

      Fazit: Ich neige fast dazu, den Film noch höher zu bewerten, aber ich will mal nicht übertreiben. Die Zeit wird es zeigen, was er beim wiederholten Anschauen noch taugt. Auf den ersten Blick ist es ein kleiner, feiner Film, der Spannung, Horror und Witz bietet. 7/10

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Zuletzt gesehen #1 - Star Wars Trilogie" geschrieben. 23.11.2016

      Und tatsächlich: Es war gar nicht mal so übel, wenn man sich denn auf diese verrückte Star Wars-Welt einlässt. Einige berühmte Zitate und Figuren waren mir durchaus noch ein Begriff und an die Musik konnte ich mich freilich auch noch erinnern. Die größte Stärke der drei Filme ist auf alle Fälle, dass sie sehr unterhaltsam sind. Es macht Spaß zuzugucken. Zum ersten Mal bekam ich eine leise Ahnung davon, warum Star Wars so kultig verehrt ist, wenn natürlich auch nicht in diesem grenzenlosen Ausmaß. Mit Hypes habe ich es nicht so. Die Filme sind zwar von echten Meisterwerken weit entfernt, aber allein durch Darth Vader, die mMn beste Figur, gibt es ja sogar etwas Tiefgang, was ich so nicht erwartet hätte bei dieser Art von Filmen.



      Krieg der Sterne (1977): Zunächst mal war ich überrascht, dass Darth Vader als Bösewicht gleich zu Beginn auftaucht. Auf den bekanntesten Star Wars - Schauspieler, Harrison Ford, musste man ja ca. 45 Minuten warten. Bis dahin standen diese Blechkisten und Luke, der ein ganz schönes Milchgesicht ist, im Mittelpunkt. Ein Großschauspieler wie Alec Guinness schien sich da auch zu fragen, wie er bei diesem Film gelandet ist. Doch dann taucht ja Fords Han Solo auf, der diesen "Bigfoot für Arme" immer im Schlepptau hat. Als sie sich dann alle aufmachen, um die Prinzessin zu retten, fühlte ich mich endlich "heimisch". Die Sprüche von Ford und dieses "Liebesdreieck" zwischen ihm, Leia und Luke fand ich ziemlich amüsant. Auch Darth Vader, der immer durch sein "Theme" angekündigt wird (was Vorfreude auslöst), fand ich herrlich. Allein, wie lässig er sich ständig seinen versagenden Untertanen entledigt. Das Ende war dann sehr vorhersehbar, es war so klar, dass Han seinem Freund zu Hilfe kommt und das natürlich nur Luke den Todesstern mit einem gezielten Schuss zerstören kann. Danach kam schon überraschend schnell diese Zeremonie und schon war Schluss.

      Erste Teile haben den Vorteil, dass man zum ersten Mal in die jeweilige Filmwelt eintaucht und die Figuren kennenlernt. Das funktioniert hier auch recht gut. Insgesamt ein gelungener Auftakt mit erinnerungswürdigem Soundtrack. Es war spannend, witzig und vor allem unterhaltsam. Ist doch schon mal was. 7/10



      Das Imperium schlägt zurück (1980): Dieser zweite Teil gilt ja unter Fans als der Beste. Das würde ich aber auf den ersten Blick jetzt nicht sagen, dass er besser als Teil 1 und 3 ist. Schlechter allerdings auch nicht. Wie der Titel schon sagt, schlagen hier Darth Vader und Co. zurück. Das ist gut anzuschauen. Die Szenen in der ersten halben Stunde in der Schneelandschaft waren ein schöner Kontrast zum ersten Teil (dieses Yetimonster zu Beginn, lol). Nach der Attacke des Imperiums lernt Luke und man selbst diese lustige Figur Yoda, einen Jedimeister, kennen. Hat mir gefallen. Han Solo und Co. müssen dagegen flüchten, scheinen auf diesen komischen Wolken-Planeten gerettet, doch siehe da, Darth Vader hat sie in eine Falle gelockt. Nicht schlecht. Einen merkwürdigen Opa mit Kutte, genannt "Imperator", sieht man auch zum ersten Mal, zumindest per "Videoschalte". Im ersten Teil hatte man ja nur davon gehört, dass Darth Vader unter jemandes Fuchtel steht.
      Schließlich kommt Luke seinen Freunden zu hilfe, wie es Vader geplant hatte und es kommt endlich zur wohl berühmtesten Star Wars-Szene:"Ich bin dein Vater". Kurz danach war Ende, Harrison Ford wurde allerdings eingefroren.

      Wie der erste Film sehr unterhaltsam, auch wenn es etwas "spleeniger" wird. Das Zusammenspiel von Leia und Han war erneut gelungen. Und diese Lache von Chewie aka Bigfoot.7/10



      Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983): Der letzte Teil der (ersten) Star Wars-Trilogie ist ein überzeugender Abschluss, wie ich finde. Alle Fäden laufen hier zusammen. Zunächst gibt es wieder einen schönen Kontrast zum vorherigen Teil, da die erste halbe Stunde diesmal in der Wüste spielt. Allerdings zieht sich die Befreiungsaktion von Han Solo etwas hin, dafür ist es spannend und witzig. Außerdem kann man Carrie Fisher (als Sklavin dieses schleimigen Etwas) im knappen Outfit bewundern, der Beweis, dass sie doch ziemlich heiß war zu jener Zeit. In den ersten beiden Filmen wirkte sie auf mich eher bieder-streng. Nach der Rettungsnummer bekommt Yoda eine letzte Szene spendiert, danach stirbt er überraschend schnell. Luke erfährt dann auch, dass er und Leia Geschwister sind. Aha. Na, was ein Glück für die Prinzessin, dass sie sich schon zuvor für Haudrauf Solo und damit gegen den Milchbubi entschieden hatte. Währenddessen taucht Opi mit Kutte aka Imperator zum ersten Mal persönlich auf, man spürt sofort die Spannungen zwischen ihm und Vader. Die Bösen bauen also ein neues Todesstern-Raumschiff und wollen Luke bekehren.

      Anschließend wird es so richtig turbulent: Im Wald kommt es zur finalen Schlacht und seltsame "Mini-Bären" helfen schlussendlich den Rebellenfreunden. Ja, es geht in dieser Welt also immer noch absurder. Sagenhaft dagegen, wie man unterdessen die Szenen zwischen Luke, Vader und dem Imperator hinauszögert. Aber spannend wars. Chewbacca hat dann bei der Schlacht seinen großen Auftritt, während die anderen drei immer noch um die Macht rangeln. Aber in allerletzter Sekunde rettet Darth Vader doch noch seinen Sohn, wechselt zur guten Seite und schmeißt den Opi in die Tiefe. Trotzdem stirbt auch Vader, irgendwie schade. Ob es nun eine gute Idee war ihn ohne Maske zu zeigen, sei mal dahingestellt. Dann ist Schluss, es wird gefeiert und alle haben sich lieb. Das Gute hat gesiegt und die Bösen sind vernichtet, passt.

      Noch ein Wort zu den beiden Blechkameraden. Während mir R2-D2 gut gefiel (vielleicht auch, weil er nie sprach), plapperte C-3PO unentwegt, was an der Grenze zur Nervigkeit in allen drei Filmen war. Wenigstens war er der König dieser Waldfiguren.

      Insgesamt also ein guter Abschluss. Die Spezialeffekte waren wie in den ersten beiden Filmen ihrer Zeit voraus. Und unterhaltsam war es sowieso, weil die drei Filme einfach so einen altmodischen Charme besitzen. 7/10

      Ich habe es somit nicht bereut, dass ich mir endlich mal Star Wars angesehen habe. Das gehört als Filmfreak ja irgendwie auch dazu. Die zweite Trilogie, die ja nicht so beliebt sein soll, werde ich mir sicher irgendwann auch mal zu Gemüte führen.

    • Sandro hat einen neuen Beitrag "Fußball" geschrieben. 22.10.2016

      Gute Aufholjagd des BVB, aber ein Unentschieden gegen Ingolstadt ist bei allem Respekt trotzdem viel zu wenig. Champions League-Spiel unter der Woche und viele Verletzte hin oder her. Diese Abwehr des BVB - ein Hühnerhaufen. Also an Hoffenheim, Hertha, Köln und Leipzig vorbeizukommen in dieser Saison wird sehr schwer, die scheinen alle sehr stabil zu sein, von den Bayern brauch man gar nicht erst anfangen. Ich meine Passlack, Ginter, Park, Bartra wirkt nicht gerade Champions League-reif als Abwehrreihe. Im Winter muss man da ansetzen.

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Sicario" geschrieben. 13.10.2016

      Ein intensives und ungemein fesselndes Krimidrama über den Drogenkrieg an der mexikanisch-amerikanischen Grenze mit Emily Blunt, Josh Brolin (beide gewohnt gut) und einem ganz starken Benicio del Toro, der den Film förmlich an sich reißt. Sicario hat mich vom ruhigen und bedächtigen Aufbau etwas an "Heat" erinnert. Leute, die einen unterhaltsamen Actionthriller erwarten, könnten enttäuscht werden, denn dieser Film nimmt sich viel Zeit, was allerdings ganz nach meinem Geschmack ist, denn umso wirkungsvoller war er, als sich die Lage mehrfach zuspitzte. Schon die Anfangsszene war der Hammer mit diesem treibenden Soundtrack im Hintergrund. Da kam ich vor Anspannung selbst ins Schwitzen. Wie auch bei der zweiten großen Highlightszene: Die Fahrt über die Grenze und alles, was sich dort abspielt. Wie den ganzen Film über war auch hier der Soundtrack wieder fantastsich.



      Der Film hat einfach eine besondere Atmosphäre und wirkt erschreckend realistisch. Emily Blunts Figur hat mir gut gefallen. Weder die ultratoughe Agentin noch das zarte Püppchen, sondern ein glaubwürdiger Charakter, der in diese krasse Welt genauso wie der Zuschauer förmlich hineingezogen wird. In den Schatten gestellt wird sie natürlich von del Toros Figur, zu der ich an dieser Stelle aber nichts verraten werde, außer, dass es verdammt gut war.

      Die Szenen im Tunnel, die mal völlig im Dunkeln spielen, dann sieht man mal nur Bilder des Nachtsichtgerätes, dann wiederum nur Bilder der Wärmebildkamera, fand ich sehr abwechslungsreich und spannned. Und das Ende bzw. gleich die letze halbe Stunde, in der einem so einiges klar wird, war ebenfalls großes Kino.

      Fazit: Man muss selbst ein Wolf sein, wenn man in einem Land oder gleich in einer Welt voller Wölfe nicht gefressen werden will. Das müssen auch Idealisten erkennen in diesem Film. Ganz starker Krimi über den alltäglichen Drogenkampf mit Hammer-Soundtrack und starken Bildern. 8,5/10

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Für alle Fälle Fitz - Staffel 2" geschrieben. 12.10.2016

      ... und wie schon in Staffel eins war das wieder gehobene Krimikunst. Schwierig einzuschätzen, welche Folge diesmal die beste war, doch ich würde sagen, Fall 1 und 3 sind noch einen Ticken stärker als Fall 2. Insgesamt gilt aber natürlich für alle Folgen wie schon in Staffel 1: Hervorragende, spannende, niveauvolle Unterhaltung mit exzellenten Schauspielern bis in die kleinsten Nebenrollen. Highlight aller Folgen ist zweifellos Robbie Coltrane als Fitz, er liefert mal wieder eine anbetungswürdige Performance ab. Man hat nicht das Gefühl, dass er diese Figur spielt, nein, er ist Fitz (mit seiner ganzen Masse). Seine zynischen, fiesen Witze sind zu komisch und die Psycho-Duelle, die er sich mit diversen vermeintlichen Tätern und Opfern liefert, sind vom Allerfeinsten. Nicht zu vergessen sein ständiger Schlagabtausch mit seiner Frau und seiner "mehr als nur"- Kollegin Jane, die er beide auch nur zu gerne analysiert wie auch die restlichen Figuren.



      Bei Ansicht von "Cracker" (so der Originaltitel) hab ich auch wieder gemerkt, wie "amerikanisiert" man ist. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt, aber wir alle wachsen doch mit amerikanischen Filmen und Serien auf. Und wenn man dann eine Serie wie diese sieht, ist man bisweilen irritiert, wie sich die Figuren verhalten, weil man es eben völlig anders gewöhnt ist. Doch in "Für alle Fälle Fitz" wird nichts überdramatisiert, alles wirkt echt, rau und hart. Die Serie spielt in Manchester, einer Arbeiterstadt, und das merkt man auch. Alles ist grau in grau, ständig regnet ist, fast nie Sonne. Keine Hochglanzbilder, keine übertrieben schönen Menschen spielen hier mit, richtig authentisch eben. Da kann es schon mal vorkommen, dass eine wichtige Figur mitten in der Folge einfach so im "normalen" Polizeialltag stirbt und dennoch gibt es keine tränenüberströmten, melodramatischen Szenen zusehen, wie man es von den Amerikanern kennt, auch von den tollen Serien heutzutage. Hier wird auch niemand in letzter Sekunde spektakulär gerettet und übertriebene Wendungen gibt es ebenfalls nicht. Es geht einfach normal und realistisch weiter, so wie man sich das ungefähr vorstellt.



      Im 1. Fall geht es um einen vermeintlichen Skinhead und Fußballfan, der auf eine ganz spezielle Weise Rache übt. Gespielt wird er von Robert Carlyle, der eine unglaublich starke Leistung abliefert, kein Wunder, dass er durch diesen Auftritt berühmt wurde. 9/10

      Im 2. Fall geht es um eine absurde Sekte, die junge Mädchen verführt. Interessant dabei, wen man da alles an britischen Darstellern entdeckt: Z.B. Downton Abbey - Butler Carson alias Jim Carter, der den Sektenguru gibt und die junge Samantha Morton (In America, The Messenger) in seine Fänge lockt. 8,5/10

      Im 3. Fall geht es um einen aufreizend lässigen Serienvergewaltiger, den Fitz und Co. versuchen zu stoppen. Besonders die letzten 20 Minuten der Folge sind enorm spannend, als 2 Handlungsstränge sich gleichzeitig zum Höhepunkt aufschwingen. Und dann noch der erste richtige Fitz-Cliffhanger, so dass ich die 3. Staffel kaum erwarten kann. 9/10



      Das Faszinierende an der Serie ist auch, dass die Folgen trotz der Länge nie langweilig werden. Man weiß zwar so ungefähr, dass die Fälle wohl erst gegen Ende der 150 Minuten gelöst werden, aber das Wie und das Ob überhaupt sind entscheidend. Es bleibt immer interessant, schockierend, spannend, witzig und unterhaltsam bis zum Schluss. Was natürlich daran liegt, dass eben nicht nur die Ermittlungen der Polizei und die psychologischen Profile (der Täter und Opfer) von Fitz eine Rolle spielen, sondern den Verdächtigen und ihren Geschädigten auch ausreichend Raum geboten wird. Die Serie versucht zu vermitteln, warum und weshalb der oder die Täter das tun, was sie eben tun. Nicht um Mitleid oder Verständnis zu erhaschen, sondern um es halbwegs zu verstehen und nachvollziehen zu können. Und immer dann, wenn Fitz tief in die Seele der Täter blickt, ist die Serie am besten.

      Fazit: Wie schon in Staffel 1 absolut hervorragende Krimiunterhaltung. 10 Punkte gibt es eigentlich nur nicht, weil es ja auch noch Serien wie z.B. die Sopranos und The Wire gibt...9/10

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Irrational Man" geschrieben. 07.10.2016

      Ich würde also nicht unbedingt sagen, dass ich ein riesengroßer Woody Allen-Fan bin, aber interessant sind seine Filme schon. Sie ähneln sich nur irgendwie immer zu sehr. Da in „Irrational Man“ Joaquin Phoenix (den ich für seine Schauspielkunst schätze) und Emma Stone (die ich einfach mag, optisch ansprechend, unheimlich sympathisch und auch schauspielerisch gut) die Hauptrollen spielen, war klar, dass ich mir diesen Film ansehen werde.
      Das Gute bei Woody Allen-Filmen ist immer, dass sie recht kurzweilig sind, so auch dieser: Nach nicht einmal 90 Minuten ist der Spuk schon wieder vorbei. Phoenix spielt einen depressiven Uni-Professor, Stone spielt eine junge Studentin. Klingt erstmal banal, leicht vorhersehbar und nach nichts besonderem – und ja, ist es teilweise auch, trotzdem war es einfach ein guter Film in meinen Augen.



      Die erste halbe Stunde fand ich aber sehr anstrengend; viel pseudointellektuelles Gelaber, wie man es leider aus vielen Allen-Filmen kennt. Doch als Joaquin Phoenix Figur dann endlich seine lebensverändernde Entscheidung trifft, nimmt der Film Fahrt auf und macht Spaß. Es wird gar spannend, vor allem zum Ende hin. Man fragt sich: Zieht er es wirklich durch? Funktioniert es auch? Wenn ja, bleibt er unentdeckt? Und was, wenn nicht? Wie reagieren „seine beiden“ Frauen? Wie geht es weiter? Das fand ich alles schon äußerst interessant und amüsant, besonders wie über den „Fall“ gesprochen wurde im Film, z.B. bei der Esstisch-Szene. Das Ganze kommt herrlich lässig daher, unterstützt durch den lockeren Jazz-Soundtrack. Die Sache mit der Taschenlampe ist auch ein typischer Allen-Gag.

      Insgesamt war der Film für einen Thriller/Krimi zu unspannend und für eine Komödie zu unlustig. Dennoch nach etwas öden ersten 30 Minuten ein amüsanter Zeitvertreib mit spannendem Ende. Die Darsteller sind gut aufgelegt, vor allem Phoenix. Emma Stone ist hübsch wie immer. Und eine Moral von der Geschichte gibt es auch. Typisches Allen-Alterswerk. Nichts Besonderes, aber dennoch gut. Kann man sich ruhig angucken. 7/10

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Zoomania" geschrieben. 17.07.2016

      Ich habe mich köstlich amüsiert über diesen Film und seine pfiffigen Ideen und Figuren. Ob die Geschäftstüchtigkeit des Fuches als Eisverkäufer, der begeisterte Gazelle-Fan an der Polizei-Rezeption, die Verfolgungsjagd im Mausviertel, die zahlreichen Anspielungen auf diverse bekannte Filme und Serien (nicht nur Breaking Bad oder der Pate, was nun jeder Erwachsene erkannt haben sollte, sondern z.B. auch Speed) - es war einfach herrlich anzusehen. Der Plot, die Verschwörung um die verschwundenen Tiere, war zudem äußerst raffiniert und für mich nicht vorherzusehen, wer oder was denn da nun dahintersteckt. Besser als 90% aller Krimis. Den Song von Shakira, den ich zu Beginn des Films nur nett fand, hatte am Ende schon fast wieder Ohrwurmqualitäten und fügte sich hervorragend ein. Lustig auch, wie selbstverständlich das Smartphone in den Film eingebaut wurde.



      Natürlich wird einigen die typische Disney-Moral sauer aufstoßen (Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst - Try everything), die Geschichte hat nicht umsonst "zufällige" Anleihen zur Realität. Mich stört das aber überhaupt nicht, weil ich es clever auf den Punkt gebracht fand. ("Angst funktioniert immer.") Es ist schließlich in erster Linie immer noch ein Kinderfilm, wobei ich die Freigabe ab 0 Jahren für übertrieben halte. Dafür ist der Film fast schon zu komplex, dass die ganz Kleinen da mitkommen. Nur die Szene, in der sich die Häsin tränenüberströmt beim Fuchs entschuldigt, war zuviel für meinen Geschmack und in der Tat typisch Disney. Ansonsten ist der Film ein wunderbarer Spaß für (fast) die ganze Familie.

      Fazit: Disney hat es mal wieder geschafft - auch ohne Pixar. Zoomania ist ein erstklassiger Animationfilm mit Botschaft für Kleine und Große. Eine wie gewohnt herausragende Animation, eine kluge Story, knuffige Figuren und zahlreiche witzige Einfälle und Anspielungen runden das Bild ab. Der Detailreichtum selbst im Hintergrund ist beeindruckend, so dass man im ersten Moment gar nicht alles mitbekommt. Insgesamt bisher das Beste im Jahr 2016 für mich. Die nächsten Sichtungen kommen bestimmt und Zoomania 2 wohl auch. 9/10

    • Sandro hat den Blog-Artikel "Guardians of the Galaxy" geschrieben. 17.07.2016

      Dabei fing der Film mehr als ordentlich an: Mit einem solchen emotionalen, bewegenden Beginn (zwischen Mutter und Sohn) hatte ich aufgrund meiner Skepsis gegenüber dieser Art von Filmen nun wahrlich nicht gerechnet. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich freilich nicht wissen, dass das schon die beste und tiefgründigste Szene des gesamten Filmes war - zumindest für mich. Denn was dann folgte, ist das typische Superheldencomicgedöns, wie wir es in den letzten Jahren schon zuhauf von Hollywood serviert bekommen haben: Totale Außenseiter schließen sich nach anfänglichen Problemen zu einem unschlagbaren Team zusammen, schlagen diverse Schlachten, reißen übertrieben coole Sprüche am Stück und besiegen schlussendlich einen finsteren Bösewicht und dessen Helfer. Dass sie dabei ganz nebenbei auch noch die Welt gerettet haben, versteht sich von selbst. Dass der große Schurke mit Hilfe irgendeiner mächtigen Kugel vorher die Weltherrschaft an sich reißen wollte, auch.



      Gewiss, die fünf Außenseiter sind durchaus originell: Ein großmäuliger und schießwütiger Waschbär (gesprochen von Bradley Cooper) ist die beste Figur des Films, dann hätten wir noch einen sprechenden Baum (Vin Diesel), einen Muskelprotz, Zoe Saldana als Killer-Amazone und Chris Pratt als Anführer. Das kann sich sehen lassen und ich finde den Film ja auch alles andere als schlecht. Einige Gags zünden und unterhaltsam ist es schon, doch auf Dauer ist das Ganze für mich zu belanglos, zu uninteressant, zu überraschungsarm und zu ermüdend.

      Ich weiß nicht genau, woran es liegt, vielleicht fehlt mir dafür einfach die Phantasie, aber ich finde es immer wieder sonderbar, wenn renommierte Schauspieler (auch in den Nebenrollen) sich in irgendwelche bescheuerten Masken und Kostüme zwängen, seltsam sprechen, pseudo-bedeutungsschwangere Reden halten und dabei mehr als unfreiwillig komisch wirken. Und bei der x-ten unübersichtlichen Weltraum-Materialschlacht jubiliere ich nicht, sondern schaue auf die Uhr.

      Was bleibt letztlich also hängen: Der Anfang war gut, die Gruppendynamik der 5 ist nicht schlecht, der Waschbär ist eine lustige Figur, der Baum offenbar unbesiegbar, es gibt ein paar nette 80er Jahre Songs zu hören und der Humor kann zumindest teilweise überzeugen. Das ändert aber nun mal nichts daran, dass die Story ultraflach und total Banane ist und mich das alles im Grunde überhaupt nicht interessiert hat. Eine zweite Sichtung ist erstmal in weite Ferne gerückt. Mit viel gutem Willen noch ein Okay, also 6/10.

    • Sandro hat den Blog-Artikel "The Americans - Staffel 1" geschrieben. 17.07.2016

      Die Serie spielt zu Beginn der 80er Jahre, Russland und die USA befinden sich im Kalten Krieg und es wimmelt nur so von Spionen auf beiden Seiten. Da passen Philip und Elizabeth Jennigs mitsamt ihren zwei Kindern, eine scheinbar ganz normale amerikanische Familie, die in der Vorstadt lebt, eigentlich nicht so recht ins Bild. Doch in Wahrheit sind die beiden brutale KGB-Agenten, die ihr Leben für ihr Heimatland lassen würden. Oder etwa doch nicht? Auf alle Fälle wird es für die beiden langsam brenzlig, als sich ihr neuer Nachbar ausgerechnet als FBI-Agent entpuppt. Zumal ihre Kinder freilich auch nichts von ihrem Treiben ahnen...

      In den letzten Wochen war es dann soweit. Für die 1. Staffel, die 13 Folgen umfasst, brauchte ich aber länger als erwartet, da die Folgen in der ersten Hälfte der Staffel ganz schön zäh waren und ich nicht so richtig gepackt wurde nach dem guten Piloten. Den Drang, sofort die nächste Folge ansehen zu müssen, verspürte ich nur selten, zum ersten Mal nach Folge 6, einer der besten Folgen der Staffel. Bis dahin liefen mir die Folgen etwas zu sehr zusammenhangslos im bekannten "Fall der Woche"-Prinzip ab, was ich nicht so mag. Dann ging es aber aufwärts und in der zweiten Hälfte der Staffel überschlugen sich schon fast die Ereignisse. Besonders 1x09 und 1x12 seien da erwähnt. Das Finale war dann auch gut und recht spannend, verblieb aber leider zu sehr im Status Quo-Modus.



      Die beiden Hauptdarsteller Matthew Rhys und Keri Russell, die übrigens auch im wahren Leben zusammen sind, überzeugen auf ganzer Linie, genauso wie Noah Emmerich als FBI-Agent und Margo Martindale als Händlerin Claudia. Besonders ihre Szenen mit Elizabeth, dieses Psychoduell der beiden, sind zu gut. Hervorheben muss ich auch noch zwei Nebenfiguren: Zum einen FBI-Spionin Nina, die nicht nur bildhübsch ist, sondern auch noch äußert nuanciert aufspielt. Und zum anderen die naive FBI-Sekräterin Martha, die für die größten Fremdschäm-Momente der Staffel und damit den Humor sorgt. Die Ausdrucksweise der Schauspielerin ist genial, ihre Szenen mit Clark aka Philip sind Highlights. Ich sag nur Schwiegereltern.

      Schauspielerisch also erstklassig, kann die Story da nicht immer mithalten. Wirklich subtil genug ist das Ganze für Spionage auch nicht und Philip und Elizabeth entkommen mir ein ums andere Mal etwas zu leicht. Und es könnte schon noch deutlich spannender sein. Die Verkleidungen bzw. 80er Jahre Frisuren der beiden sind allerdings herrlich. Die Vorhersehbarkeit hält sich auch in Grenzen, ich wurde doch immer mal wieder überrascht. Der Soundtrack war gut, doch die Klasse der "In the air tonight" - Szene aus dem Piloten wurde nicht nochmal erreicht.

      Fazit: Insgesamt nach einer schleppenden ersten Hälfte hintenraus noch richtig stark, so dass ich schon bald die 2.Staffel in Angriff nehmen werde. 7/10

    • Sandro hat einen neuen Beitrag "Wimbledon 2016" geschrieben. 10.07.2016

      Murray hat souverän Wimbledon gewonnen. Wie erwartet. Raonic ohne Chance in den Tiebreaks, trotzdem gutes Match von ihm (gab ja nur 1 Break), wenn man bedenkt, dass es sein 1.GS-Finale war. Daher können wir einen Strich drunter machen. Konzentrieren wir uns nun lieber auf Hamburg.

    • Sandro hat einen neuen Beitrag "Wimbledon 2016" geschrieben. 09.07.2016

      Starkes Match von Angie, sie hat sich absolut nichts vorzuwerfen. Die beiden Breaks kamen zur Unzeit. Sie hat sich unglaublich gewehrt, die anderen Spielerinnen hätten heute höchstens 2-3 Games geschafft gegen diese Urgewalt. Was soll sie auch gegen diesen Aufschlag machen? Bei allem Respekt für Serena, aber das ist kein Damentennis, was Williams spielt. Die kracht die Aufschläge runter, dass selbst Karlovic und Isner neidisch werden. Wenn die weiter so serviert, gewinnt die auch noch mit 40 in Wimbledon. Das ist unnormal und ein ungleiches Duell gegen "normal gebaute" Frauen wie Kerber. Im Ballwechsel war Williams keinesfalls überlegen, nur das Service hat den Unterschied gemacht.

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